Erinnerungen an das gemeinsame Leben in Bibra noch erhalten:

„Wir waren im Dorf verbunden." (Otto Erk, Bibra)
 • „Ich hatte in Bibra eine glückliche Kindheit" (Margot Natowitz, New York)
 • Jüdische Frauen trugen als Verbundenheit zu ihrer Heimat die selben Trachten wie christliche Frauen
 • „Solange Lehrer Höxter in Bibra war, hatten wir ein herrliches Zusammenleben mit abendlichem Zusammensein und gemeinsamen Lernabenden" (Hedwig Joachimstal, Israel)
 • Viele Bibraer baten Aron Höxter um Hilfe, wenn sie z.B. Anträge an Behörden schicken mussten

 





Nach dem .Weltkrieg organisierten sich viele überlebende Teilnehmer im Kriegerverein, dem Aron Höxter vorstand.

 JÜDISCHES LEBEN IN BIBRA
 Nachbarschaftshilfe in Bibra
 • nur wenige Dokumente darüber vorhanden
 • viele hilfsbereite Nachbarn, z.B. der Schmied Gotthart Feyser den Holocaustüberlebenden blieb dies in Erinnerung
 • Oskar Meyer fand nach der Vertreibung aus seinem Haus trotz Berufsverbot Unterkunft und Arbeit beim Schmied Feyser
 • Briefe u.a. von Hugo Sachs, die er nach 1945 aus Nordrhodesien an seinen lieben Nachbarn geschrieben hat, zeigen, dass viele Dorfbewohner ihre Menschlichkeit bewahrt hatten 





 • Lehrer Höxter gab stets sein großes Wissen weiter, ohne selbst davon profitiert zu haben
 Bibraer Juden als Frontkämpfer.








 Im 1. Weltkrieg setzten auch die Juden ihr Leben für das deutsche Vaterland aufs Spiel. Für alle Soldaten des Dorfes wurde ein Kriegerdenkmal errichtet, das seit 1978 auf dem Friedhof der Gemeinde steht. Vorher war es auf dem Dorfplatz. Das Denkmal ist allen Gefallenen gewidmet, auch den jüdischen Mitbürgern Jakob Katz und Bernhard Strauß. 

 DIE SYNAGOGE IN BIBRA

Die Geschichte der Synagoge

Eine Synagoge befand sich ursprünglich in einem „Judenbau" genannten Haus, das ursprünglich Wirtshaus war und von jüdischen Familien bewohnt wurde. 1842 wurde eine Synagoge erbaut und 1846 eingeweiht. In dem massiven zweigeschossigen Anbau befand sich im nördlichen Teil die Synagoge. Daran schloss sich im Erdgeschoss die Wohnung des Lehrers und Vorbeters an. Im ersten Stock war die jüdische Schule. Der Betsaal hatte auf drei Seiten eine Frauenempore. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die ehemalige Synagoge zwar nicht zerstört, dennoch wurde sie mit einer Aufschrift in roter Farbe beschmiert: „Hier ist der Sitz der Judenverbrecher!

Hängt sie auf!" Im Dezember 1939 beschließt die politische Gemeinde den Kauf des Synagogengebäudes für den Betrag von 1000 Reichsmark. Das Gebäude wurde zu einem bis heute bestehendem Wohnhaus umgebaut. Seit Anfang Juni 2012 befindet sich eine Gedenktafel am Gebäude.

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Von der israelitischen Religionsschule über die jüdische Volksschule bis zur christlichen Religionsschule

  •   Anfangs wurde die Synagoge als jüdische Schule genutzt
  •   Der Lehrer hatten drei Funktionen (schulische latigkeiten, Vorbeter, Schächter)
  •   1835 wurde die Religionsschule zur jüdischen Volksschule
  •   1878 wurde die Volksschule mit der Religionsschule vereinigt
  •   erster Lehrer von 1848-1856 Hermann Ehrlich aus der Gleichwiesen, er legte seine Arbeit Ende 1885 nieder
  •   Danach übernahm Abrahmen Kahn aus Bibra das Amt des Lehrers
  •   Sein Nachfolger wurde Georg Holländer, der 1876 versetzt wurde
  •   1884 wurde David Werthan aus Rothenburg Religionslehrer
  •   1913 kam Aaron Höxter als Lehrer an die Volksschule
  •   Er prägte maßgeblich das Zusammenleben zwischen christlichen und den jüdischen Bibraern